Südliches Europäisches Russland, Kleine Tatarei - Orig.-Kupferstich 1806
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Südliches Europäisches Russland, Kleine Tatarei - Orig.-Kupferstich 1806

110,00 €
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Antike Karte des Südlichen Russlands (Partie Meridionale de la Russie Europeenne Petit Tartarie). Robert de Vaugondy (1806). Eine interessante Karte, die 1757 von Robert de Vaugondy für den „Atlas Universel“ erstellt und von seinem Nachfolger Lamarche korrigiert wurde. Der Atlas Universel ist einer der bedeutendsten Atlanten des 18. Jahrhunderts. Dieser Abzug ist auf 1806 datiert. Plattengröße: 26 x 23,1 cm. Papiergröße: 31,8 x 45 cm. Zustand: Rostflecken, die auf dem Bild sichtbar sind. Gilles Robert de Vaugondy (1688–1766) und sein Sohn Didier Robert de Vaugondy (1723–1786) gründeten Mitte des 18. Jahrhunderts eine der bedeutendsten und anerkanntesten Werkstätten für die Herstellung von Karten und Globen in Frankreich. Sie waren Nachkommen eines der bedeutendsten Kartographen des vorherigen Jahrhunderts, Nicolas Sanson, über seinen Enkel Pierre Moulard-Sanson, von dem sie 1730 den Großteil des kartographischen Materials erbten, das die Sanson-Dynastie in fast einem Jahrhundert Arbeit angesammelt hatte und das sie mit dem Material ergänzten, das sie von den Nachkommen von Hubert Jaillot erworben hatten. Mit ihnen legten sie die Grundlage für sein ehrgeizigstes und bekanntestes Werk, den Atlas Universel (1757), einen der schönsten Atlanten der französischen Schule Mitte des Jahrhunderts. Dazu integrierten die Vaugondys, die über eine exzellente geographische Ausbildung verfügten, die Informationen, die sie aus der Sichtung der ältesten geerbten Materialien erhielten, in die aktuellsten Karten des Augenblicks, darunter neue Ortsnamen, die neuesten akademischen Forschungsergebnisse, die Tagebücher zeitgenössischer Entdecker und Missionare und sogar astronomische Beobachtungen, wobei sie manchmal die Längen- und Breitengrade vieler Karten anhand eigener Beobachtungen überprüften und korrigierten. Darüber hinaus legten sie im Gegensatz zu vielen Kartographen ihrer Zeit Wert darauf, die Quellen anzugeben, die sie für ihre Ausarbeitung verwendet hatten, genau wie es damals so bedeutende Kartographen wie Ortelius oder Mercator taten. Beide arbeiteten zusammen, und manchmal ist es nicht möglich, ihre Karten dem Vater oder dem Sohn zuzuordnen, da sie oft mit dem Nachnamen ohne Initialen signierten. In anderen Fällen lässt sich die Urheberschaft jedoch anhand der jeweiligen Schreibweise bestimmen: Der Vater verwendet normalerweise „M. Robert“ und der Sohn „Robert de Vaugondy“. Beide erhielten den Ehrentitel „Geographe ordinaire du Roy“, der Vater 1730 und Didier 1760. Nach dem Tod des Sohnes ging die kartografische Werkstatt 1778 an Jean Fortinamons und später an Charles Francis Delamarche über.
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Originalkarte des südlichen Teils des Europäischen Russlands, der Russischen und der Kleinen Tatarei („Partie Méridionale de la Russie Européenne, Tartarie Russienne, Petite Tartarie“), in Kupfer gestochen und mit handkoloriertem Grenzkolorit, aus dem Werk von Robert de Vaugondy. Laut Kartusche wurde sie von seinem Nachfolger C.F. Delamarche im Jahr 1806 überarbeitet und korrigiert. Sie reicht von Polen und der Ukraine bis zur Wolga und zum Kaspischen Meer, mit der Krim, dem Asowschen und dem Schwarzen Meer und Tscherkessien.

Gilles und Didier Robert de Vaugondy, Vater und Sohn, waren berühmte Kartographen des 18. Jahrhunderts und Nachfahren des Kartographen Nicolas Sanson, von dem sie einen Großteil ihres kartographischen Materials erbten. 1757 veröffentlichten sie ihr bekanntestes Werk, den Atlas Universel, und 1760 wurde Didier Robert de Vaugondy zum Geographen Ludwigs XV. ernannt. Ihr Nachfolger Charles-François Delamarche überarbeitete und korrigierte später die Platten.

Technik: Kupferstich auf Papier, mit Grenzkolorit von Hand
Zeichner: Robert de Vaugondy; überarbeitet und korrigiert von C.F. Delamarche, seinem Nachfolger
Datierung: 1806, laut Kartusche
Maße: Plattenrand 26 x 23,1 cm; Blatt 31,8 x 45 cm
Zustand: altersbedingte Stockflecken, verstreut in den Rändern und vereinzelt in der Karte, mit leichter Bräunung und braunen Flecken an beiden Enden des Mittelfalzes; handschriftliche Nummern im oberen Rand; originaler Mittelfalz; breite Ränder

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